Füllstandsmessung mit Schallwellen

4. Internationales CTI-Forum

Tank- und Kraftstoffsysteme

vom 27. bis 29. Mai 2008 in Stuttgart

Dieter Brenner von Schlemmer stellte die Resonanzmethode zur Messung des Tankfüllstands vor: Die Luftsäule oberhalb des Flüssigkeitsstands wird mit wechselnden Tonfrequenzen beschallt. Füllstandsspezifisch gibt es bei einer bestimmten Frequenz eine Amplitudenerhöhung. Das Prinzip gleiche dem Blasen in eine Flasche, wobei sich der Ton je nach Flüssigkeitsmenge verändere. Bei der Resonanzmethode lassen umgekehrt Signalamplitude und -Frequenz auf den Flüssigkeitsstand schließen. Es gebe ein tankspezifisches Frequenzband, und die Kennlinien müssten flüssigkeitsspezifisch definiert werden. "Jede Flüssigkeit, ob Wasser, Biosprit, Diesel, Öl oder Harnstoff, bewirkt eine charakteristische Luftsäule im Tank", so Brenner. Je Tank und je Flüssigkeit sei daher ein eindeutig programmierter Sensor erforderlich. Die Sonde könne mit einem flexiblen Schlauch oder einem festen Rohr eingesetzt werden, bei besonders komplizierter Tankgeometrie auch mit mehreren Schläuchen. Dabei gebe es stets nur einen Sensor. "Nur ein Syphon-Effekt darf nicht entstehen, dann funktioniert das Gerät nicht", warnte Brenner. Die Messgenauigkeit liege (bei Messhöhen von ca. 125mm) bei einer Flüssigkeitsstandsänderung von 0,5 Millimetern. Der Einfluss von Temperatur und Flüssigkeitsspiegel-Veränderungen etwa bei Bergfahrten seien im System berücksichtigt, ebenso Fremdschalleinwirkungen durch Motor oder Autoradio. Die Serienreife des neuen patentierten Messsystems stellte Brenner in neun bis zwölf Monaten in Aussicht.

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